Ankern in 4 Schritten

Selbst ohne Kenntnisse des Modells von NLP hat jeder Mensch bereits eine Menge an Ankern bzw. Reflexen auf Lager. Denn wir sammeln Anker bzw. Reflexe ganz automatisch. Alles, was es braucht ist einen genügend starken Auslöser und Ihre Reaktion darauf. Vielen wird auch das berühmte Hundeexperiment von Pawlov noch in Erinnerung sein, in dem Hunde konditioniert wurden beim Klingeln sich auf Essen zu freuen und anzufangen zu speicheln.

Aus Ihrer eigenen Erfahrung können Sie eventuell bestätigen, dass wir Menschen uns in dieser Hinsicht ähnlich Verhalten, wie auch die Hunde. Wenn wir eine starke Ursache (stimulus) mit einer Wirkung (response) verketten, dies kann absichtlich oder unabsichtlich erfolgen, lernt unser Gehirn diese Reaktion und wir brauchen diese Reaktion beim nächsten Mal nur noch einmal abrufen.

Das kann zu guten, allerdings auch schlechten Ergebnissen führen. Zum Beispiel: Wenn wir hinter einem Auto herfahren und die roten Leuchten angehen, ist unser Reflex auf die Bremse zu treten. Wenn wir in dem Moment die Situation erst analysieren müssten und unserer Erinnerungen durchgehen würden, wäre der Unfall schon geschehen, bevor wir reagieren hätten können.

Andererseits gibt es aber auch Anker oder Reflexe, die nicht angebracht sind, bzw. die Personen in ihrem täglichen Leben einschränken können, Z.B. Angst vor Hunden oder Höhen. Häufig ist durch ein Ereignis im Leben der Person dieser Anker oder Reflex einfach entstanden bzw. wurde angestoßen.

Im Modell von NLP gibt es zwei generelle Richtungen, mit einem Anker zu arbeiten: Unerwünschte Anker auflösen, oder erwünschte Anker kontrolliert zu gestalten.

Man kann also neuronale Verknüpfungen (also Anker) „künstlich“ herstellen. Sie können beispielsweise Ressourcen (Verhalten oder Erfahrungen) Ihrer Vergangenheit erneut hervorrufen, intensivieren und dann ankern. Diesen Anker können Sie dann für alle möglichen, neuen Strategien oder Verhaltensmuster einsetzen.

Schritt 1: Erzeugen Sie einen intensiven Gefühlszustand.

Bitten Sie Ihren Gegenüber, sich an ein Erlebnis zu erinnern, das den gewünschten Zustand möglichst deutlich repräsentiert.Sie könnten zum Beispiel nach ganz tollen Erlebnissen in diesem Zusammenhang fragen. Wenn er sich erinnert, wird dies an vielen körperlichen Reaktionen zu bemerken sein. Z.B. die Veränderung des Gesichtsausdrucks, der Körperhaltung, an der Farbe der Wangen, der Herzfrequenz und an vielen weiteren Indikatoren.

Schritt 2: Ankern Sie diesen Zustand

Auf dem Höhepunkt des wieder hervorgerufenen Gefühls, also dann, wenn Sie das gute Gefühl bei dem Gegenüber so intensiv wie möglich hervorgerufen und verstärkt haben, ankern Sie, indem Sie entweder auf eine bestimmte Körperstelle drücken (kinästhetisch), eine bestimmte Vorstellung bildlich suggerieren oder einen bestimmten Ton oder ein Geräusch erzeugst.

Schritt 3: Break State

Sie können dieses einfach durch einen Themenwechsel, durch Ablenkung oder ähnliches erreichen.

Schritt 4: Testen

Lösen Sie den eben installierten Anker erneut aus und finden durch genaues Beobachten und Vergleichen heraus, ob der Gegenüber wieder in den Zustand des geankerten, guten Gefühls hineingleitet. Wenn ja, dann haben Sie erfolgreich einen Anker „installiert“.

Es ist ist wichtig das Ankern zu üben, da sich sonst einfach nicht der richtige Erfolg einstellen kann. Zusätzlich ist es wichtig auch immer den Anker möglichst präzise zu treffen.

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