3 Denkfehler, die uns allen passieren

Die Verhaltensökonomik (englisch behavioral economics, auch Verhaltensökonomie) ist ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaft. Sie beschäftigt sich mit menschlichem Verhalten in wirtschaftlichen Situationen. Dabei werden Konstellationen untersucht, in denen Menschen im Widerspruch zum rationalen Denken stehen.

Hier eine Liste von 3 Denkfehlern:

Bestätigungsfehler

Wir lieben es, Leuten zuzustimmen, die uns zustimmen. Deshalb besuchen wir nur Websites, die unsere politischen Meinungen zum Ausdruck bringen, und deshalb hängen wir meist mit Menschen zusammen, die ähnliche Ansichten und Geschmäcker haben. Wir neigen dazu, von Einzelpersonen, Gruppen und Nachrichtenquellen abgeschreckt zu werden, die uns Unbehagen oder Unsicherheit über unsere Ansichten bereiten – was der Verhaltenspsychologe B. F. Skinner kognitive Dissonanz nannte. Es ist diese bevorzugte Verhaltensweise, die zu einer Verzerrung führt – der oft unbewusste Akt, nur auf jene Perspektiven zu verweisen, die unsere bereits existierenden Ansichten antreiben, während gleichzeitig Meinungen – egal wie gültig sie sind – ignoriert oder verworfen werden, die unsere Weltanschauung bedrohen. Und paradoxerweise hat das Internet diese Tendenz nur noch verstärkt.

Voreingenommenheit

Etwas ähnlich wie die Bestätigungsverzerrung ist die Verzerrung in der Gruppe, eine Manifestation unserer angeborenen tribalistischen Tendenzen. Und seltsamerweise hat ein Großteil dieses Effekts mit Oxytocin zu tun – dem sogenannten “Liebesmolekül”. Dieser Neurotransmitter, der uns hilft, engere Bindungen zu den Menschen in unserer Gruppe zu knüpfen, erfüllt genau die entgegengesetzte Funktion für die Außenwelt – er macht uns misstrauisch, ängstlich und sogar verächtlich gegenüber anderen. Letztendlich führt die Verzerrung in der Gruppe dazu, dass wir die Fähigkeiten und den Wert unserer unmittelbaren Gruppe auf Kosten von Menschen, die wir nicht wirklich kennen, überschätzen.

Spielerfehlschluss

Wir neigen dazu, eine enorme Menge an Gewicht auf frühere Ereignisse zu legen, da wir glauben, dass sie die zukünftigen Ergebnisse irgendwie beeinflussen werden. Das klassische Beispiel ist das Münzwerfen. Nachdem wir z.B. fünfmal hintereinander Kopf gespielt haben, ist unsere Neigung, eine Erhöhung der Wahrscheinlichkeit vorherzusagen, dass der nächste Münzwurf Zahl sein werden – dass die Chancen sicherlich zu Gunsten Kopf sein müssen. Aber in Wirklichkeit stehen die Chancen immer noch 50/50. Wie Statistiker sagen, sind die Ergebnisse in verschiedenen Würfen statistisch unabhängig und die Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses ist immer noch 50%.

Damit verbunden ist auch die positive Erwartungshaltung – die oft die Spielsucht anheizt. Es ist das Gefühl, dass sich unser Glück schließlich ändern muss und dass das Glück auf dem Weg ist.

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